Pressestimmen

Im Muffin brach ein Vulkan aus

Die Vorschulkinder im Kindergarten St. Nikolaus Rettigheim wurden zu kleinen „Entdeckern“

Rettigheim. (g.ö.)Wie spannend ein Frühstück sein kann, erfuhren die Vorschulkinder im Kindergarten St. Nikolaus. Die Leiterin des Kindergartens, Heidi Meyer, veranstaltete mit Erzieherin Sabine Rothermel und Praktikantin Carina Graßhoff ein „Entdeckerfrühstück“: Dabei konnten die Kinder nicht nur ihren Geschmackssinn schulen, sondern auch ihrer Entdeckerfreude freien Lauf lassen.

Die Idee zum „Entdeckerfrühstück“ kam von den Kindern selbst, als eines Tages der fünfjährige Aron Rühl seinen Freunden im Kindergarten eine verblüffende Entdeckung zeigte: Er hatte beobachtet, dass die angesaugte Milch im Strohhalm bleibt, wenn man diesen oben zuhält. So kann man die Milch sogar von einem Glas ins andere transportieren. Auch weiteren Phänomenen gingen die kleinen „Entdecker“ beim Frühstücken nach. So konnten sie mit kohlensäurehaltigen Getränken Rosinen „Fahrstuhl fahren“ lassen oder mit unterschiedlich gefüllten Wassergläsern Musik machen. Dass Physik auch richtig lecker sein kann, erfuhren die Kinder unter anderem, indem sie ausprobierten, wie sich verschiedene Säfte farblich vermischen. Auch beobachteten sie das Phänomen„Schwimmen und Sinken“ in der morgendlichen Müslischüssel: Schokopops schwimmen, Rosinen aber nicht.

Sogar einen Vulkan ließen die Kinderausbrechen: Sie füllten SchokoMuffinsmit Brausepulver und Zitronensaft und sahen gespannt dem Überschäumen zu, bevor sie die leckeren „Vulkane“ aufaßen. DiplomPädagoge Jochen Luttenberger von der Forscherstation, seine wissenschaftliche Mitarbeiterin Maria Breuer und Praktikantin Rebecca Müller waren begeistert, wie die Kinder beobachteten und entdeckten, wie sie neugierig fragten und selbst Antworten fanden.

Die Forscherstation, das Klaus-Tschira-Kompetenzzentrum für frühe naturwissenschaftliche Bildung an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, hat den Kindergarten bereits dabei unterstützt, eine eigene Forscherwerkstatt einzurichten, in der für die Kinder Material zum Experimentieren bereitsteht. Dass sie nun Zeugen werden konnten, wie sehr das Forschen im Kindergarten St. Nikolaus in den Alltag übergegangen ist, freute die Mitarbeiter der Forscherstation sehr: „Das Entdeckerfrühstück ist quasi ein Pilot Projekt, das vielleicht bald in vielen Kindergärten zum Alltag gehört.“

 (Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung vom 26.02.2010)

 


 

MVV Energie unterstützt 18 Projekte aus dem Sponsoringfonds

Vereine, Institutionen und Organisationen aus der Metropolregion Rhein-Neckar erhalten finanzielle Unterstützung – Breite Themenvielfalt zeigt Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements – In zehn Bewerbungsrunden 235 Projekte gefördert

Vom Einrichten eines Fahrrad-Fuhrparks für das Mobilitätstraining an der Eduard-Spranger-Förderschule über die türkischen Kulturwochen für Kinder und Jugendliche der Stadtbibliothek Mannheim bis zur Anlage eines Fischlehrpfades des Angelsportvereins Zuzenhausen reicht das Spektrum der Projekte in der Metropolregion, die in der zehnten Runde des Sponsoringfonds von MVV Energie Unterstützung erhalten. Insgesamt qualifizierten sich in dieser Runde 18 Projekte, die sich in vorbildlicher Form vor allem für die Förderung von Kindern und Jugendlichen in den Bereichen Kultur, Sport, Gesellschaft und Wissenschaft einsetzen. Vertreter der Vereine, Institutionen und Organisationen, die diese Projekte tragen, trafen sich heute zu einem Gedankenaustausch in den Räumen des Unternehmens.

„Alle von Ihnen sind aktiv und engagieren sich für andere Menschen", begründete Matthias Brückmann, Vorstandsmitglied von MVV Energie, die Auswahl der Projekte. „Das Ehrenamt ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Gesellschaft, und die Bedeutung Ihrer Arbeit wollen wir mit unserem finanziellen Beitrag unterstreichen". MVV Energie stehe in einem gesellschaftlichen Zusammenhang und wolle der Verantwortung eines regional verankerten Unternehmens gerecht werden. „Die Menschen der Region sind uns wichtig, und der Sponsoringfonds ist ein Weg, wie wir unterstützend tätig werden können", erklärte Brückmann.

„Wir sind sehr froh über die Unterstützung von MVV Energie. Das Sponsoring hilft uns, gemeinsam mit der Schule, der Stadt, dem Aktionskreis Schriesheimer Senioren sowie weiteren Mitstreitern unser ehrgeiziges Projekt zur Neugestaltung unseres Schulhofprojektes anzugehen und umzusetzen", betonte Hartmut Voss vom Förderverein der Kurpfalzschule Schriesheim.

Der Sponsoringfonds von MVV Energie unterstützt seit 2005 unter dem Leitgedanken „Stärke für Stadt und Region" zweimal jährlich Initiativen in Mannheim und der Metropolregion Rhein-Neckar mit insgesamt 100.000 Euro pro Jahr. Die Auswahl der Projekte erfolgt anhand eines Kataloges von Kriterien, bei denen insbesondere die Förderung von Kindern und Jugendlichen sowie von Projekten in der Region im Vordergrund steht. Insgesamt haben bisher 235 Projekte Mittel aus dem Sponsoringfonds erhalten.

In der zehnten Runde des Sponsoringfonds werden folgende Organisationen unterstützt:

Bezirksbeirat Mannheim-Wallstadt

Deutsche Leukämie-Forschungs-Hilfe

Eduard-Spranger-Schule

Evangelisches Kinder- und Jugendwerk/Jugendkirche

Feudenheimschule Hauptschule mit Werkrealschule

ISC Mannheim e.V.

Kath. Kindergarten St. Raphael

Kindergartenlabor e.V.

Profi Wirtschaft Bildung Integration

Social Meets Culture e.V.

Stadtbibliothek Mannheim

Steckenpferd e.V.

TIG7 / Theater TrennT e.V.

Angelsportverein Zuzenhausen e.V.

Förderverein der Kurpfalzschule Schriesheim e.V.

Kindergarten St. Nikolaus

VfL Brackenheim

Vogelnest-Verein für Kleinkindförderung e.V.

Die elfte Runde des Sponsoringfonds ist bereits am 1. Februar gestartet, die Bewerbungsfrist läuft bis zum 31. März 2010. Interessierte können sich auf der Homepage des Unternehmens unter www.mvv-life.de informieren, wo auch während der Bewerbungsfrist Zeit das Bewerbungsformular zu finden ist.

Mannheim, 2. Februar 2010

(Quelle: Presseinformation MVV Energie AG, Konzernkommunikation, Mannheim)

 


Viele Hände haben mitgeholfen, dass mehr als 50 Päckchen gepackt werden konnten: Der Kindergarten in Rettigheim half bedürftigen Familien.  

St. Nikolaus hatte sicher seine Freude daran

Die Kinder des St. Nikolaus-Kindergartens in Rettigheim stifteten Geschenke für bedürftige Familien

Rettigheim. (art) „Mama, warum sollen wir für arme Kinder Weihnachtspäckehen packen? Kommt zu denen nicht das Christkind?“, fragte der vierjährige Moritz, als im katholischen Kindergarten St. Nikolaus in Rettigheim eine Geschenkaktion gestartet wurde. Die Kinder des Kindergartens sollten für andere bedürftige Kinder aus ihren eigenen Spielsachen etwas aussuchen, um ihnen eine Weihnachtsfreude zu bereiten. Die mit seiner Frage in Bedrängnis geratene Mutter von Moritz überhörte sie geflissentlich und packte mit ihrem Sohn zusammen dennoch ein Päckchen mit Spielsachen.

Dieses und mehr als 50 andere erhielten vor Weihnachten die beiden Caritasverbände Heidelberg und Rhein-Neckar-Kreis, um sie noch rechtzeitig zum Christfest verteilen zu können. Dazu stand auf den Päckchen, ob der Inhalt für einen Jungen oder ein Mädchen gedacht ist und für welches Alter. Nele hat eine Lilifee-CD und eine „Eseltasche“ ganz sorgfältig eingepackt. „Das hat viel Spaß gemacht“, sagt sie. „Ich wünsch‘ mir, dass ein anderes Mädchen sich darüber freut.“ Hanna fiel die Auswahl dagegen etwas schwer, „weil ich eigentlich noch alles gut gebrauchen kann“, sagt sie. Aber auch sie fand etwas für ihr persönliches Weihnachtspäckchen.

Im Kindergarten war die Idee entstanden, zusammen mit den Kindern konkrete Hilfe zu leisten für bedürftige Familien. Der Kontakt zu den beiden Caritasverbänden war über eine Kindergartenmutter rasch geknüpft. Ursula Dewald vom Caritasverband Rhein-Neckar-Kreis sowie Hubert Herrmann, der Geschäftsführer des Caritasverbandes Heidelberg, freuten sich über die zahlreichen Päckchen, die sie in ihrem Bereich verteilt und mit denen sie viel Freude bereitet haben.

Die phantasievolle Aktion des Kindergartens St. Nikolaus in Rettigheim wurde gerne von allen Eitern aufgenommen. „Wir werden das sicher im nächsten Jahr wiederholen“, sagte Heidi Meyer, die Kindergartenleiterin „Diese Aktion passt auch bestens zu unserem Namenspatron St. Nikolaus.“

(Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung)

    


 

So werden nicht nur Kinder zu neugierigen Entdeckern

Das Projekt Forscherstation der Klaus Tschira Stiftung vermittelt den Spaß an der Physik – Rund 300 Erzieherinnen ließen sich bereits fortbilden

 

 

Von  Sören Sgries

 

Rhein-Neckar. Von Mannheim bis Neckargemünd, von Ladenburg bis Sinsheim gibt es jetzt zahlreiche neue „Forscherstationen“. So verkünden es rot-blau-weiße Plaketten an über 100 Kindertagesstätten und Grundschulen in der Rhein-Neckar-Region.

Fast 300 Erzieherinnen aus diesen Einrichtungen haben in den vergangenen fünf Jahren an Schulungen der Klaus Tschira Stiftung teilgenommen, um den Kindern schon in frühen Jahren die Naturwissenschaften nahezubringen. In Anwesenheit des Stifters wurden jetzt die ersten 45 Einrichtungen offiziell als „Forscherstationen“ ausgezeichnet. Weitere sollen folgen.

 

Damit die Kinder an die Naturwissenschaften herangeführt werden können, mussten zunächst die Berührungsängste der Erzieherinnen abgebaut werden. „Physik? Bloß nicht!“, beschreibt Manuela Frank vom Kindergarten Gaiberg ihre erste Reaktion, als sie von dem Fortbildungsangebot erfuhr. Zusammen mit Kollegin Nadine Wladarsch traute sie sich dann doch in die Fortbildungsreihe der Tschira Stiftung – und war begeistert.

„Wir haben selten so eine spannende Fortbildung gehabt“, berichten die beiden Erzieherinnen. Einfache Experimente mit Luft und Wasser wurden ihnen gezeigt, die sie jetzt an ihre Schützlinge weitergeben. „Bringt die Knete zum Schwimmen“, ist eine Aufgabe. Oder: Wie viele Nägel müssen in die Styroporkugel gesteckt werden, damit sie sinkt?

 

Das Team um die Physik-Didaktikerin Manuela Welzel-Breuer, das das Projekt betreut, legt großen Wert darauf, dass in erster Linie die Erzieher mehr über sich lernen. In der Physik dürfen Experimente misslingen, ist ein wichtiger Grundsatz. Man müsse als Erwachsener den Kindern nicht alles erklären können, wichtiger sei es, gemeinsam die Phänomene zu erkunden. Die Erzieher sollten wieder „Mitentdecker“ mit Kinderaugen werden.

Bisher scheint das Konzept aufzugehen. Die ersten Erzieherinnen geben inzwischen selbst ihre Erfahrungen im Kollegenkreis weiter. Und auch wissenschaftliche Studien, die begleitend durchgeführt wurden, zeigen, dass sowohl die Kinder als auch die Erzieher von den Fortbildungen profitieren.

 

Vom Erfolg des Projekts berichtet auch Brigitte Pflüger-Schmezer von der Kurpfalzschule in Heidelberg. Diese war eine der Pilot-Einrichtungen, die am Projekt der Stiftung teilnahmen. An der Kurpfalzschule soll jetzt sogar ein eigenes kleines Labor eingerichtet werden. Aber so gehört es sich ja eigentlich auch für eine Forscherstation.

 

Info: Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.forscherstation.info.

 

(Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung vom 16.02.2010)

 

  


 

Die Rettigheimer Kindergärten Arche Noah und St. Nikolaus durften sich über Holzzüge freuen, die ihnen im Rahmen einer Aktion der Schreinerinnung geschenkt wurden.

Kindergärten freuen sich über Holzzüge Rettigheim. (rka)

Die landesweite Spenden-Staffel der Schreinerinnung, „Zug um Zug für Kinderherzen“, hat nun Rettigheim erreicht. Die Schreinerei von Gerhard Kamuf hat für die Kindergärten Arche Noah und St. Nikolaus je einen Zug, bestehend aus einer Lokomotive und zwei Wagen, hergestellt. Im Beisein von Bürgermeister Karl Klein, Pfarrer Manfred Tschacher, den Kindergartenleiterinnen Heidi Meyer (St. Nikolaus) und Kornelia Fischer (Arche Noah) durften die Kinder die Geschenkpakete im Kindergarten St. Nikolaus öffnen. Ihre Freude war riesengroß und sofort starteten sie im Turnsaal zur ersten Ausfahrt. Bürgermeister Klein dankte der Schreinerei im Namen der Kindergärten, der Gemeinde und der Kirchengemeinde für das großzügige Geschenk, aber auch für die bisherigen Dienste als „Haus- und Hofschreiner der Rettigheimer Kindergärten“.

(Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung vom 19./20.12.2009)

 

 


 

Die Kreativität der Initiativen wird belohnt

SAP-Förderprogramm „Regionales Engagement“ unterstützt Projekte in Rettigheim und Wiesloch

Walldorf/Wiesloch/Rettigheim. (red.) Die SAP hat jetzt insgesamt 19 gemeinnützige Projekte in der Metropolregion Rhein-Neckar für eine Unterstützung im Rahmen ihres Förderprogramms „RegionalesEngagement“ ausgewählt. Darunter sind auch Projekte des katholischen Kindergartens St. Nikolaus in Rettigheim und der Bürgerstiftung Wiesloch. Sie wurden zusammen mit 17 anderen aus 110 Bewerbungen ausgesucht. Wie die SAP mitteilt, unterstützt das Unternehmen mit jährlich insgesamt rund 250 000 Euro gemeinnützige Projekte in der Metropolregion. Im Rahmen der Herbst-Ausschreibung, der zweiten im Jahr 2009, wählte eine Jury unter Leitung von SAP-Finanzvorstand Werner Brandt aus den Bewerbungen 19 Projekte und Initiativen aus, die vorwiegend Kindern und Jugendlichen zugute kommen.

Neben Projekten in Ludwigshafen, Mannheim, Speyer, Weinheim, Heidelberg und Bensheim werden auch zwei hiesige Initiativen mit Fördergeldern bedacht: Der Kindergarten St. Nikolaus in Rettigheim regt mit „Wunder des Alltags“ Kinder und Eltern an, Gegenstände des Alltags zu untersuchen, die Technik dahinter zu durchschauen, und das Erlebte in Schrift oder Bild festzuhalten. Und in dem einjährigen Projekt „Klimaschutz konkret — Zehn Familien machen ernst“ der Bürgerstiftung Wiesloch haben sich zehn Familien zur Reduktion des durch sie verursachten C02-Ausstoßes verpflichtet (die RNZ berichtete). Die Teilnehmer haben sich selbst ein konkretes Einsparziel gesetzt. Gemeinsam mit Experten sollen Maßnahmen geplant und durchgeführt werden (unter anderem in den Bereichen Verkehr, Gebäude, Konsum). Ziel ist, durch die Aktion andere zu animieren, diesem Beispiel zu folgen.

Jedes Projekt kann laut Mitteilung der SAP je nach Bedarf, der beantragt werden muss, bis zu einer Höchstgrenze von 15 000 Euro bezuschusst werden. Seit der ersten Ausschreibung vor acht Jahren hat SAP mit über zwei Millionen Euro insgesamt 160 gemeinnützige Initiativen dabei unterstützt, ihre Projekte zu realisieren.

„Eine Region lebt auch von der Kreativität ihrer Bürger. Die Bewerbungen haben in diesem Jahr wieder deutlich gezeigt, dass die Bürger der Metropolregion Rhein-Neckar auch hinsichtlich ihres sozialen Engagements sehr kreativ sind. Besonders beeindruckend sind die Ideen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen“, erklärte Werner Brandt, der auch Mitglied des Vorstands des Vereins „Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar“ (ZMRN) ist. „SAP unterstützt diese gemeinnützigen Initiativen mit dem Ziel, die außerordentliche Innovationskraft der Region für die Zukunft noch weiter zu stärken. Wir setzen schon bei der jüngsten Generation an, wenn es darum geht, den Rhein-Neckar-Raum als ausgesprochene Wissensregion auszubauen.“

 (Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung vom 12./13.12.2009)

 


Die SAP fördert 19 gemeinnützige Projekte in der Metropolregion

 

Eine Jury hat diese jetzt im Rahmen der Herbst-Ausschreibung des Walldorfer Unternehmens aus 110 Bewerbungen ausgewählt.

 

Walldorf. (rnz) Mit rund 250 000 Euro jährlich unterstützt die SAP gemeinnützige Projekte in der Metropolregion. Im Rahmen der Herbst-Ausschreibung 2009 wählte eine Jury unter Leitung von SAP-Finanzvorstand Werner Brandt jetzt aus 110 Bewerbungen 19 Projekte und Initiativen aus, die vorwiegend Kindern und Jugendlichen zugute kommen. Die Projekte sind auf eines der Schwerpunktthemen des gesellschaftlichen Engagements der SAP ausgerichtet, die auch die Bewerungskriterien darstellen: Bildung, Transparenz und Governance, Umwelt und Überbrückung der digitalen Kluft.

Gefördert werden folgende Organisationen und Projekte:

  •  Die Berufsbildende Schule für Hauswirtschaft und Sozialpädagogik in Ludwigshafen plant im Rahmen ihres Ausbildungsprojekts für angehende Erzieher mit Grundschülern eine „Kinderstadt“ auf einem Abenteuerspielplatz. 
  • Schüler der Feudenheimschule in Mannheim führen gemeinsame Aktivitäten mit den Senioren des Theodor Fliedner Hauses durch.
  • Die Elterninitiative Freie Reformschule Speyer bietet Schülern mehrere Stunden pro Woche zur Naturerfahrung an. Ziel ist es, sie an die naturwissenschaftliche Denkweise heranzuführen.
  • Das Projekt „Lebendige Vielfalt“ der Lebenshilfe Mannheim gestaltet gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung und deren Familien ein Familienwochenende.
  • Der Förderkreis Fechten Weinheim setzt sich für die spielerische Bewegungsförderung von Kindern ein und erweitert das Sport-AG-Angebot einer Weinheimer Grundschule um den Fechtsport.
  • Die französische Grundschule Pierre et Marie Curie in Heidelberg eröffnet Kindern in einer Projektwoche altersgemäße Erfahrungsinseln in den Bereichen Botanik, Zoologie, Astronomie, Chemie und Physik sowie Informatik.
  • Die Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim bieten zur Langen Nacht der Museen ein Kinder- und Jugendprogramm mit Kindertheater und einer Schatzsuche an.
  • Das Technische Hilfswerk in Bensheim gründet eine Mini-Gruppe und führt Kinder von sechs bis zehn Jahren spielerisch an die Aufgaben einer Katastrophenschutz-Organisation heran.
  • Im Projekt „Sag‘ was - Druck‘ was“ des Historischen Pfalz-Museums in Speyer stellen Kinder Papier und dann ein Buch her, in dem sie für die Zukunft wichtige Erfindungen beschreiben.
  • Der Verein Interkulturelles Lernen mit Ethnologie in Heidelberg bringt Kindern spielerisch das, komplexe und abstrakte Konstrukt „Kultur“ näher.
  • Engagierte Schüler und Auszubildende forschen beim „Jugend forscht“-Regionalwettbewerb Nordbaden in selbst gewählten Projekten aus den Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik und Informatik, Physik und Technik.
  • Der Kindergarten St. Nikolaus Rettigheim regt Kinder und Eltern an, Gegenstände des Alltags zu untersuchen, die Technik zu durchschauen und das Erlebte in Schriftform oder Bild festzuhalten.
  • Das Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim weckt ergänzend zur großen Sonderausstellung "Nano! Nutzen und Visionen einer neuen Technologie“ mit der Ausstellung „Nano Kids - Auf Expedition in unbekannte Welten“ bei Kindern von vier bis zehn Jahren den Entdeckergeist für die neue Technologie.
  • Die Schulmanufaktur der Burgfeld-Hauptschule in Speyer erzieht Schüler zu nachhaltigem Wirtschaften.
  • Der Verein Heidelberger Arbeitsgemeinschaft „Dritte Welt“ erklärt im Weltladen Grundschulkindern das Prinzip "Global denken lokal handeln.“
  • Bei der Bürgerstiftung Wiesloch verpflichten sich in einem einjährigen Projekt zehn Familien zur Reduktion des durch sie verursachten C02-Ausstoßes.
  • Das Umweltbildungsprogramm Natürlich Heidelberg stärkt mit dem Waldputztag die Umweltbildung bei Kindern und Jugendlichen.
  • Im „Kinder stärken“-Projekt der Naturschutzzentrum Bergstraße gGmbH in Bensheim erleben Kinder positives Sozialverhalten und respektvolles Zusammenleben in natürlicher Umgebung.
  • Ein Kooperationsprojekt von acht Kindertagesstätten und zwei Grundschulen in Ludwigshafen will Kinder im Übergang zwischen den Einrichtungen durch eine gezielte Mediennutzung fördern.

Info: www. sap.de/regionales-engagement.

(Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung vom 19.12.2009)

 

 


 

Die Bildung darf nicht am Geld scheitern

Informationsabend der CDU zum „Orientierungsplan für Bildung und Erziehung an Kindergärten“

 

Mühlhausen. (rka) Um aus berufenem Munde zu erfahren, wie sich der neue Orientierungsplan für Kindergärten in Baden-Württemberg auf die Gemeinde auswirkt, hatte die CDU die Kindergartenleiterinnen Heidi Meyer (Kindergarten St.Nikolaus, Rettigheim) und Ulrike Grothe-Schneider (Kindergarten Regenbogen, Mühlhausen) zu einem Infoabend eingeladen. „Kinder sind das Wertvollste, was wir haben, sie sind unsere Gegenwart und unsere Zukunft“, betonte der CDU-Vorsitzende Hans Becker in seiner Begrüßung. Da genüge es nicht, nur Wert auf die Ausstattung und den Betrieb zu legen (die Gemeinde investiert jährlich 815 000 Euro aus eigener Tasche in ihre Kindergärten). Die Qualität von Bildung und Erziehung sei entscheidend.

Anschaulich stellten Heidi Meyer und Ulrike Grothe-Schneider den Orientierungsplan vor, wobei deutlich wurde, dass die Kindergärten in der Gemeinde das neue Konzept voll und ganz mittragen. „Beim Bau des Hauses beginnt man aus gutem Grund mit dem Fundament und nicht mit dem Dach“, begründete Heidi Meyer, warum es das Ziel des Orientierungsplans ist, die „frühkindliche Bildung und Erziehung in Kindergarten und Familie‘ zu stärken. Der Blickwinkel des Kindes solle in den Mittelpunkt gerückt werden, und seine Entwicklung von unterschiedlichen Seiten aus betrachtet werden. Dabei würden die Grundlagen pädagogischer Arbeit wie Wertschätzung und Akzeptanz des Kindes ebenso berücksichtigt wie die ganzheitliche und die der Entwicklung angemessene Begleitung der Kinder. Eine große Rolle spielten die verschiedenen, eng verzahnten Entwicklungsfelder wie Körper, Sinne, Sprache, Denken, Gefühl, Werte und Religion.

Besondere Bedeutung kommt nach Meinung der beiden Referentinnen der Sprachförderung zu. „Sprechen und sich ausdrücken sind Schlüsselfähigkeiten zum Bildungserfolg für alle Kinder und eine wesentliche Voraussetzung für ihre Chancen in unserer Gesellschaft“, so Ulrike Grothe-Schneider. Darüber hinaus befasse sich der Orientierungsplan mit den Bildungsprozessen von Geburt an, der Erziehungspartnerschaft mit den Eltern, der Zusammenarbeit zwischen Kindergarten und Schule und der Sicherung der Qualität. Wichtig ist in den Augen der Kindergartenleiterinnen die Tatsache, dass dieser Plan Verbindlichkeiten und eine gemeinsame Grundlage schafft, und damit die Kindergärten „in die Vernetzung aller Bildungseinrichtungen einbindet“. Denn das haben die Wissenschaftler inzwischen bestätigt: „Die Lernbiografie wird im Kindergarten festgelegt.“

Ulrike Grothe-Schneider begrüßte es ausdrücklich, dass die Kindergärten nun als „vollwertige Mitglieder“ in Sachen Bildung und Erziehung anerkannt sind. Gleichzeitig warnte sie aber davor, den Kindergarten zu „verschulen“. In einem 14-Punkte-Programm legte sie dar, welche Gewichte der neue Orientierungsplan setzt. Die Grundlagen für die späteren Lebens- und Bildungschancen eines Kindes würden in den ersten Lebensjahren gelegt. Weitere wichtige Punkte in diesem Programm waren der „Schulterschluss mit den Eltern“, Entwicklungsgespräche, die Beobachtung der Kinder, um sie individuell zu fördern, die Führung eines „Entwicklungstagebuchs“, vielfältige Angebote an Öffnungszeiten, Öffentlichkeitsarbeit, Arbeiten im Team, Zusammenarbeit mit dem Träger.

Eine besondere Schwierigkeit sahen die Referentinnen in der Eingliederung der Kinder unter drei Jahren, die ein anderes Spiel- und Sozialverhalten an den Tag legten und einen ständigen personellen Bezug brauchen. Trotz mancher Schwierigkeiten bestätigten Heidi Meyer und Ulrike Grothe-Schneider, im „schönsten Job der Welt“ zu arbeiten. Einig war man sich in der Beurteilung, dass für den Orientierungsplan auch neue Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen. Das dürfe nicht am Geld scheitern. Dazu gab der CDU-Vorsitzende Hans Becker zu bedenken: „Die Gemeinden können das nicht ohne Hilfe schultern. Das Land muss seine Hausaufgaben machen und darf uns nicht allein lassen“.

 (Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung vom 05.01.2010)